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Die Plätzwiese
In Säge teilt sich das Pragser Tal in zwei Seitentäler, denen etwas gemein ist: einige Kilometer lang gewinnt der Besucher den Eindruck, sich an einem der letzten abgeschiedenen Orte der Welt zu befinden. Erst wenn man ganz hinten am Talschluss angelangt ist, ändert sich diese Vorstellung schlagartig.
Hunderte von Leuten tummeln sich auf der einen Seite, am Pragser Wildsee und auf der anderen, auf der Plätzwiese – und das nicht nur im Hochsommer.
Wahrscheinlich sind auch deshalb die Hütten auf der in einer herrlichen Position auf 2000 m, zwischen Höhlenstein- und Pragser Tal gelegenen Plätzwiese fast das ganze Jahr über offen. Im Winter sind es die Schneeliebhaber, die mit Tourenskiern und Wanderschuhen die Gipfel erklimmen oder sich vor den gemütlichen „Heuschupfen“ entlang der Langlaufloipen sonnen. Kaum ist der Schnee geschmolzen, sprießen auf den Wiesen Tausende von weißen und violetten Krokussen.
Je mehr man sich dem Sommer nähert, desto zahlreicher werden dagegen die Erholungssuchenden und solche, die der Hitze im Tal entkommen wollen. Der Blick auf die Dolomiten ist allemal umwerfend, ganz gleich, ob man den Dürrenstein am Nordrand des Hochplateaus besteigt oder sich mit dem niedrigeren Strudelkopf an seinem Südende begnügt, der ihm an landschaftlicher Schönheit in nichts nachsteht.
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